Google Street View Tips: 360° Fotos mit Reichweite

Google Street View: Social Media als “virtuelle Realität”.

Wer ist noch nicht in Kontakt mit den User-generierten Fotos gekommen, die über Google Maps Einblicke in so ziemlich jeden Ort ermöglichen? Weniger bekannt ist der Umstand, dass 360° Fotos via Google Street View App hochgeladen werden können, die auf Google Maps über enormes Reichweitenpotential verfügen.

Für Upload und Management der 360° Fotos dient die App Google Street View für Android und iOS – ein durchaus unterhaltsames Tool für Foto-Freudige. Im Gegensatz zu Social Media Apps, wo die User nur fallweise ein Belohnungsgefühl erfahren („2 neue Likes von …“), bietet Google Street View geradezu eine Dopamin-Garantie, denn der View-Count geht unaufhaltsam nach oben. Die User Experience bietet eine ungebremste Bergfahrt. Damit euer Weg in den Himmel von Google Maps möglichst glatt verlaufen kann, möchten wir euch ein paar Best Practice-Einblicke und Hacks mitgeben. Die Tipps sind genauso an Social Media- und Fotografie-Interessierte gerichtet, wie an engagierte Street-View User und Unternehmen, die ihren Auftritt auf Google Maps professionalisieren möchten.

Was können Street View 360° Fotos und Business View Touren?

  • Richtig gut aussehen, wenn gut gemacht.
  • Die Sichtbarkeit auf Google Maps erhöhen.
  • User Engagement erzeugen: Kunden können Locations immersiv erkunden.
  • Chance verdoppeln, das Interesse von Kunden zu erhöhen (1).
  • Super Interaktions-Statistiken in der Street-View App.
  • 360° Fotos werden im Algorithmus auf 1. Stelle vorgereiht (zB Google Maps App, Google Maps Website).
  • Outperformen von Standard-Street View Fotos, anstelle dieser dann individueller Content angezeigt wird.

Street
View

Die Herstellung von Street View 360° Fotos

Der einfachste Weg führt über die mobile App. Ein simples Interface ermöglicht das Fotografieren von einzelnen Teilbereichen des 360 Grad Bereiches (Sphere). Nachdem sich der User 5x um seine eigene Achse gedreht hat, ist der Content beisammen und der (leider die Batterie schnell leersaugende) Stitching-Algorithmus der Street View App kann seine Arbeit aufnehmen. Nach ca. 1-2 Minuten für das Fotografieren und 1 Minute „Rendering“ ist die 360° Sphere fertig.

Best Practice 360° Fotos aus der Street View App

  • Mindestens 1,5 M Abstand zu Objekten einhalten (zB Geländer)
  • Auf gleichbleibende Belichtungsverhältnisse achten:
    Keine wechselnde Bewölkung während der Aufnahmen.
  • Auf Dynamikumfang achten, so werden beispielsweise Aufnahmen aus einem Dunklen Raum ins Helle keine guten Ergebnisse bringen.
  • Checken, ob keine auffälligen Stitching-Fehler auftreten
    (außer wenn die Stitching-Lines ästhetisch gewollt sind)
  • Schauen, dass möglichst wenig Bewegung in der Szene stattfindet (Autos, Personen)
  • Wenn Leute vorbeigehen, kurz warten bis der folgende Bildausschnitt „frei“ ist

Weiter unten gehen wir noch darauf ein, was vor dem Upload noch zu beachten ist.

Level Up: Street View Fotos mit 360° Kameras

Wer über eine 360° Kamera wie Go Pro Fusion, Samsung Gear 360 oder Ricoh Theta V verfügt, hat ideale Voraussetzungen, um Content schnell und in guter Qualität zu produzieren.

Diese Kameras verfügen meist nur über zwei Objektive, somit gibt es weitaus weniger Stitching-Bereiche.  Wiederum ist in den Bereichen, wo die Objektiv-Bilder sich überlappen (auf der Seite der Kamera) darauf zu achten, dass sich keine Objekte zu nahe an der Kamera befinden (mind. 1,5 m Abstand).  Der Belichtungsumfang spielt auch hier eine Rolle. Aus einem dämmrigen Raum in den helllichten Tag raus zu fotografieren, wird auch hier eher keine guten Ergebnisse bringen.

Mit aktiviertem GPS Signal wird der Ort gleich in den Metadaten der Bilder gespeichert, was den Workflow durchaus beschleunigt.

Die Bilder können direkt aus der Kamera in die Street View App übernommen werden.

Finishing und Upload – Bilder mit Look und Klickrate.

Vor dem Upload sind noch ein paar Dinge zu beachten;

Wähle einen Google Maps Eintrag aus, der dem Ort des Fotos am nächsten ist und inhaltlich dazu passt.

Die App verrät uns auch die Klickraten anderer Bilder. Generell sind jene Orte, die sehr bekannt sind (zB Stephansdom, Parlament, Riesenrad) schon mit guten Bildern besetzt. Besser ist es dann, auf alternative Locations in der Nähe auszuweichen. So funktionieren beispielsweise Parkgaragen in der Nähe von Sehenswürdigkeiten gut. Generell empfehlen wir, zu Beginn einen Fokus auf periphere Locations zu legen.

Unabhängig vom Maps Eintrag gibt es im Menü unter dem geheimnisvoll benannten Punkt „or bearbeiten“ die Möglichkeit, die GPS Position nochmal genau zu setzen. Besonders wirksam ist allerdings das Thumbnail des VR Fotos, das durch den Ausgangsblickwinkel im selben Menüpunkt festlegbar ist.

Zum Schluss noch der Datenschutz. Gesichter von PassantInnen müssen mit Unschärfe versehen werden – dies ist im Bearbeitungsmodus nach erfolgtem Stitching möglich, bevor das Bild raufgeladen wird: einfach auf die Gesichter tippen, um die Unschärfe hinzuzufügen.

Street View Touren und Business View Touren

Der Street View Mode aus Google Maps kann auch individuell mit Content bestückt werden.

So können mit entsprechender Software, zB Trailblazer, ganze Touren ,erzeugt werden, die dann sogar den Original Content von Google Street View ersetzen können, sofern die Klickrate und Credibility des Fotografen stimmt.

Für Unternehmen, die den Usern einen virtuellen Einblick in ihre Geschäftsräume bieten wollen, ist dies besonders spannend. Mit Business View Touren können die Touren auch über Google Maps gefunden werden und funktionieren nicht nur auf der Unternehmenseigenen Website. Die Google Maps Tour kann aber wiederum selbst in die Website integriert werden, und zwar über die Google Maps API oder ganz einfach via iframe.

Besonders spannend ist das beispielsweise für Tourismus Regionen, Hotels und alle Locations mit starkem visuellen Charakter.

Sollten Sie dazu Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne!

Experience Tip: Google Earth VR

Virtual Reality Content ist eigentlich für VR Devices konzipiert, also warum erlauben wir uns Content, der eigentlich für Websites und Apps ausgelegt ist, als VR Content zu bezeichnen?

Die Antwort ist Google Earth VR. Seit einiger Zeit ist diese phantastische Anwendung für so ziemlich alle VR Devices verfügbar und ermöglicht den Usern an einfach JEDEN Ort der Welt zu reisen. Ein 15 minütiger Aufenthalt in Google Earth VR auf den Gipfeln des Himalaja ist beispielsweise wirklich sehr empfehlenswert.

Vor allem in jenen Ländern, in denen herkömmlicher Google Earth Content nicht verfügbar ist, sind die Street View 360° Fotos in VR vereinfacht zugänglich. Auf diese Weise kann man etwa eine super Tour durch Singapur machen.

Street View Trusted Pro

Sobald eine gewisse Menge an Fotos eines Users durch Google für Street View verifiziert wurden erhält dieser den Trusted Pro Badge und wird von Google als Partner empfohlen.

Wir freuen uns über diese Kooperation mit Google.

Quellen:

  1. Google Maps

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Andreas Fraunberger

Andreas Fraunberger

Produzent für Extended Realities. Managing Partner bei Junge Römer. Doktor der Philosophie und Univerisitätslektor. Lieblingstänze: Afro-Haitian Dance, Tango, ChaChaCha, Contact Improvisation. Here are Andreas’ 13 Favorite Problems!
Andreas Fraunberger

Andreas Fraunberger

Produzent für Extended Realities. Managing Partner bei Junge Römer. Doktor der Philosophie und Univerisitätslektor. Lieblingstänze: Afro-Haitian Dance, Tango, ChaChaCha, Contact Improvisation. Here are Andreas’ 13 Favorite Problems!